In diesem Holzhaus kam einiges zusammen. Aus ihrem Arbeitszimmer heraus beobachtete Familie Emerson am 19. April 1775 die Schlacht zwischen Amerikanern und Engländern, die den Auftakt gab zur Revolution – und schließlich zur der Unabhängigkeit der 13 Kolonien Neu-Englands führte. Im selben Arbeitszimmer im Emerson-Haus in Concord, Mass., arbeiteten (später) Waldo Emerson und (zu anderer Zeit) Nathaniel Hawthorne. Im tief religiösen Massachusetts ihrer Tage (um 1830) war es noch strafbar, nicht in die Kirche zu gehen. Emerson dagegen vertrat die Ansicht, man könne Gott nicht nur in der Kirche, sondern auch in der Natur erfahren. Und begründete damit den transcendentialism. Damit wurde er zusammen mit seinem Nicht-Freund Hawthorne und seinem sehr engen Freund Thoreau, der gleich in der Nähe an einem Teich wohnte, zum Vordenker der jungen USA. Weil das alles so spannend zu erfahren war, habe ich massig Bücher gekauft, die Zeit vergessen, deshalb die Edel-Uni in Cambridge ausgespart und auch die Plymouth Plantation, wo die Siedler einst landeten. Und bin gleich weiter nach Cape Cod gefahren, genauer nach Hyannis, wo übrigens JFK gerne mit Jackie Ferien machte. Mein Auto steht dort noch am Kai, denn ich habe mich per Fähre auf die kleine Insel Nantucket abgesetzt. Postkartensonnenuntergang. Ich wohne in einem verträumten Inn – morgen geht’s mit dem Rad auf Erkundungstour. Eben tönt ein Nebelhorn im Atlanik, der Mond scheint und es ist Nacht.
- Das Emerson-Haus in Concord
- Der Ort der Schlacht, mit der die Revolution begann
- Kurt Krömer ist auch hier.
- An diesem Teich philosophierte Thoreau
- Abfahrt von Hyannis
- Überfahrt nach Nantucket






