Meine neuen Lieblingstiere sind Bisons. Sie haben die Ruhe weg, und wissen, wer im Park die Hosen anhat. Siehe Fotos. Ansonsten kann ich nur sagen: Ich habe in den Wäldern Wyomings mein wahres Wesen entdeckt. Ich bin thermophil. Dies ist eigentlich der Fachbegriff für Mikroorganismen, die im heißen Geysirwasser leben. Um diese Geysire herum ist es zwar offiziell Juni, faktisch allerdings ist Schneefall, Schneematsch, krass Wind und also: saukalt. Und um dem Begriff der Frostbeule einen eher positiven Klang zu geben: thermophil. Da spare ich auf einen Sommerurlaub und lande im Winter. Um halb vier sprach mich ein gut aussehender Ranger an, es sei ab jetzt ratsam, den Park zu verlassen, die Straßen würden bald gesperrt. Das wars mit den Tümpeln. Statt dessen wieder ins Espresso-Café. Apfelstrudel gibt’s hier noch frisch in der Folie in einem Plastikschälchen serviert, als wärs Pommes, aber Hauptsache es schmeckt. Jetzt Fotos von den Helden der Wildnis.
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Klar, wer hier die Hosen anhat!
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Das wäre der perfekte Pool gewesen bei der Kälte…
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Sind die Kleinen nicht niedlich!?
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meine thermophilen Freunde (die Bakterien)
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natural born Springbrunnen
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Wir dachten, es würde ein Sommerurlaub.
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Aber für diese Bilder…
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…nehme ich Schnee gerne in Kauf!
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Mit Tag(s) versehen: Yellowstone
Ich hab wieder schöne Fotos – für Euch ein kleiner Urlaub für zwischendurch. Etwa von den Tetons am Morgen, und meiner ersten Station, Jenny’s Lake. Schon der erste Anblick des Sees zaubert einem das Grinsen ins Gesicht! Mit einem Bötchen gings zu einem Pfad, der nach etwas Kraxeln auf zweieinhalbtausend Metern Höhe einen super Blick über den See bietet. Daneben plätschern Wasserfälle hinab: Eiswasser von den Gletschern, das in einem Stausee aufgefangen wird. 10 Meter von mir entfernt frühstückt ein Elch, Murmeltiere tollen herum und vorwitzige Streifenhörnchen begleiten mich ein paar Schritte.
Die anderen Wanderer sehen alle sehr professionell ausgerüstet aus. Ich habe nur das an, was ich auch brauche, um den Friedrichshain zu besteigen. Ich bin auch noch nicht verdurstet, weil ich kein Trinksystem um den Hals gewickelt trage.
An Grand Teton schließt praktisch der Yellowstone Park an. Gespenstisch dampft es allenthalben aus dem Boden. Obwohl es trübe ist, leuchten die Farben der Pools. Überall liegt Schnee, manche Pfade sind deshalb nicht zugänglich, der Frühling ist spät dran in diesem Jahr. Deshalb sind Bäche und Flüsse randvoll, und die Wasserfälle zeigen sich bestens in Form. Während ich, zur Krönung des Tages, auf das stündliche Spuck-Spektakel von Old Faithful warte, den großen Geysir, zieht Schneeregen auf und macht uns alle bis auf die Socken nass. Da wünschte ich mir, direkt unter der heißen Geodusche zu stehen.
Old Faithful spuckt übrigens immer langsamer, was mit dem Klimawandel zu tun hat. Geologen vermuten, dass Trockenheit und Dürre in den vergangenen Jahren den Grundwasserspiegel des Geysirs so weit sinken lässt, dass die Show-Intervalle immer länger werden. Dafür allerdings hat der Park aufgerüstet: Ein riesiges neues Visitor-Center entsteht zusätzlich zu Klinik und Lodge und Restaurant – und Mini-Autobahnkreuz, was in Nationalparks eigentlich undenkbar ist.
Fotos muss ich wohl nachreichen, die Internetverbindung hier im Holzfällerhostel ist sehr gebrechlich. Dafür ein verbales Schmankerl:
Landsleute auf Motivsuche:
„Schau her, der is wech.“
„Der macht nur noch a bissle blubb.“
„Hee, Duu, wo willsde hin? I’schab den Tümbel noch ned.“
„’Schab deen hier jezsd.“
na, hier sind doch schon Fotos:
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Jenny Lake im Grand Teton Park vom Inspiration Point aus
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cuties im Gebüsch
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Tetons im Regen…
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Im Yellowstone ist auch noch Frühstfrühling
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Farbenpracht im heißen Pool
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Old Faithful at work
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