A sunny day out

SUNSHINE COAST, British Columbia

13. Oktober 2010


Natürlich ist in Vancouver längst die Regenzeit angebrochen und ich bin mit meinem knallroten, für 7 Euro auch viel zu teuren (aber dafür am Ku’damm erstandenen)  „Berliner“-Knirps auch schlecht ausgerüstet: Der Profi wird einfach nass oder verhüllt sich unter einer Regenplane. Doch heute war ein außergewöhnlich sonniger Tag und deshalb bin ich für meinen Frühstückskaffee mit einer Gondel auf einen Berg gefahren, mit Blick über die Stadt.

 

Coffee at Grouse Mountain

 

Das war leider ein sehr teures Frühstück, weil ich ein Auto gemietet habe und dann noch 50 Dollar für den Berg bezahlt habe. Außerdem hat mich das schlechte Gewissen geplagt, denn genau unterhalb des Decks, auf dem ich mit Fernblick den Kaffee schlürfte, stapften mit hochroten Köpfen diejenigen schweißnass aus den Büschen, die den Berg zu Fuß erklommen hatten. Nicht nur das: sie kamen dann auf die Kaffeeterrasse und machten ihre Dehnübungen neben mir.

 

Auf der Fähre zur...

 

 

...Sunshine Coast.

 

Also Flucht ins Auto und Fahrt nach Norden Richtung Sunshine Coast. Wunderbare kurze Fährfahrt nach Langdale und dann auf der 101 North in das winzige Dorf Robson Creek. Ein kleiner Pier führt in die Straight of Georgia, von dort Blick auf die wolkenverhangenen Berge von Vancouver Island, und eine Gruppe Otter guckt beim Mittagessen zu.

 

prime lunch - don't ya think? 🙂

 

 

Straight of Georgia

 

Ich fahre noch bis Pender und dann wieder zurück.

 

still

 

Auf dem Rückweg entdecke ich am Straßenrand einen lilafarbenen Bulli, ein mobiles Bistro, direkt zwischen Fahrbahn und Strand. Es gibt frische Austern, direkt aus dem Meer neben mir und das ist wirklich toll.

 

 

Stanley Park

Zurück in Vancouver erlebe ich noch einen Sonnenuntergang vom Stanley Park aus und dann führt mich ein Zufall an ein College, von dem ich noch nie gehört habe. Dort im Keller führen Studenten das Musical In The Park auf – dessen Handlung eigentlich nicht so wichtig ist (der Stadtpark, in dem ich grade noch fotografiert habe, soll zu einem Parkplatz werden – die Parkplatzmafia ist in der Tat ruchlos in der Stadt – doch eine Aktivistenliebe und ein Bündel schriller Hühner wissen dies zu verhindern). Ich wurde jedenfalls besser unterhalten als am Broadway und das haben wir dann noch gefeiert: in der wie ich finde most outdated bar in town, der Bayside Lounge. Eingerichtet in den späten 80ern, der DJ spielt schönsten 90er House, es gibt billige wässrige Highballs und dafür einen Blick aus dem Fenster auf die Containerschiffe, die vor der Skyline auf Rede liegen. Ein herrlicher Tag geht zuende – und morgen soll es regnen.

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